четверг, 1 ноября 2018 г.

Keine Moslems: Wirbel um Immo-Inserat für Wohnung

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Ausländer nur begrenzt, keine Moslems, maximal 2 Kinder – so lautete das Inserat eines Maklers aus NÖ. Der Chef bedauerte, versprach Konsequenzen und erhielt sogar Drohungen.


Eine Wohnung in Spitalsnähe in St. Pölten stand am Dienstag auf der Website eines großen Immobilienmaklers. Neben Mietpreis und Lage stand noch als Bemerkung: Keine Moslems.

Der Junior-Chef des Betriebes war am Mittwoch zerknirscht: „Ich habe das nie veranlasst, es wurde sofort gelöscht. Derjenige Mitarbeiter, der das geschrieben hat, wird gekündigt. Ich habe viele muslimische Kunden, verwalte sogar eine Moschee. Die Besitzerin der Wohnung wollte keine Moslems, das ist richtig.“

Shitstorm gegen Immobilienfirma

Am Nachmittag spitzte sich die Sache zu, ein regelrechter Shitstorm gegen die Immobilienfirma entstand, das Unternehmen und der Junior-Chef erhielten sogar massive Drohungen, es wurde Anzeige erstattet. "Ich habe eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft geschickt", so der Junior-Chef.

Zara-Obmann (Anm.: Anti-Rassismus-Verein) Dieter Schindlauer sagt: „Da der Chef einsichtig war, gibt es keine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft. Denn wenn der Betreiber tatsächlich einsichtig und reuig ist - und den Eindruck hatte ich beim Immobilienchef – dann haben wir unsere Mission erfüllt."

Türkin mit guten Chancen auf Apartment

Übrigens: Eine Türkin hat die Wohnung gestern besichtigt und hat jetzt laut Immobilien-Chef sehr gute Chancen das Objekt auch zu bekommen bzw. mieten zu dürfen.

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